Umfrage: Leistungsentgelt in der Sozialwirtschaft


Mit der Einführung des Tarifvertrags des öffentlichen Dienstes (TVöD), des Tarifvertrags des Deutschen Roten Kreuzes und der neuen AVR der Diakonie ist die leistungs- und erfolgsorientierte Vergütung ein Thema in den Einrichtungen der Sozialwirtschaft geworden. Um einen Überblick über den bisherigen Stand der Einführung entsprechender Systeme und die ersten Erfahrungen zu gewinnen, hat die BFS Service GmbH gemeinsam mit der Vergütungsberatung Perspektive Eyer Consulting (beide Köln), eine Umfrage zum Thema „Leistungsentgelt in der Sozialwirtschaft“ durchgeführt. Deren Ergebnisse liegen jetzt vor und sind unter www.bfs-service.de kostenlos abrufbar.

Die Befragung wurde von August bis November 2007 durchgeführt. Gegenstand waren zum einen die Gestaltung der leistungs- und erfolgsorientierten Vergütung sowie die Verfahren beim Einführungsprozess. Da das Thema „Leistungsentgelt“ in der Sozialwirtschaft häufig als Tabuthema gilt, wurde zudem abgefragt, warum Einrichtungen keine Leistungsentgeltsysteme eingeführt haben. Auch gewählte und gewünschte Unterstützungsleistungen wurden erfasst.

Insgesamt haben 113 Einrichtungen mit durchschnittlich ca. 200 Mitarbeiter/innen teilgenommen. Von diesen hatten 33 % bereits ein variables Entgeltsystem eingeführt: drei Viertel ein Leistungsentgeltsystem und ein Viertel ein Erfolgsbeteiligungssystem. Die 67 % der Teilnehmer, die noch kein variables Entgeltsystem eingeführt haben, nannten als wesentliche Gründe, dass eine subjektive Bewertung der Leistung nicht gewünscht sei, dass eine Einigung zwischen Management und Betriebsrat fehle oder eine entsprechende Datenbasis nicht vorhanden sei. Einrichtungen, die die Einführung noch vor sich haben, wünschten sich zur Unterstützung in erster Linie Erfolgsgeschichten als Benchmarks.

 

Köln, 20.  Februar 2008

 

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Stephanie Rüth, Bank für Sozialwirtschaft AG

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