Neue Aktien der Bank für Sozialwirtschaft zu mehr als 100 % überzeichnet
30.000 neue Vorzugsaktien zum Stückpreis von € 227,- hat die Bank für Sozialwirtschaft AG (BFS) bis zum 30. Juni 2003 im Rahmen ihrer Aktienemission 2003 angeboten. Nach Ende der Zeichnungsfrist liegen Zeichnungsscheine für 64.907 Aktien vor. Eine derart hohe Überzeichnung hatte das Unternehmen angesichts der derzeitigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der generellen Zurückhaltung der Anleger selbst nicht erwartet. Die starke Nachfrage führt die Bank für Sozialwirtschaft AG auf ihre hervorragenden Wachstumsperspektiven im Zukunftsmarkt Sozialwirtschaft und ihre Erfolge in den letzten Geschäftsjahren zurück. Auch die Durchschnittsrendite von rund 5,5 % p. a., die die bestehenden Aktionäre seit der Erstemission 1998 verbuchen konnten, wird dazu beigetragen haben.
Bereits bei der letzten Emission im Jahr 2001 waren die Aktien so stark überzeichnet, dass die Bank für Sozialwirtschaft AG auf eine Quotierung zurückgreifen musste, in deren Rahmen den externen Zeichnungsinteressenten lediglich 70,95 % der von ihnen gewünschten Aktien zugeteilt wurden. In diesem Jahr liegt die Quote bei 45,79 %.
Mit der Emission der Vorzugsaktien wird das Grundkapital der BFS um € 1,56 Mio. auf € 33,28 Mio. erhöht und damit die Basis für das weitere Wachstum verbessert. Für die nächsten Jahre geht die Bank für Sozialwirtschaft AG von sehr guten Expansionsmöglichkeiten aus. Bereits 2002 verzeichnete sie das erfolgreichste Geschäftsjahr ihres 80-jährigen Bestehens. Allein der Jahresüberschuss wurde von € 3,12 Mio. (2001) auf € 6,81 Mio. (2002), d.h. um 118 % gesteigert. Die Hochrechnungen für das laufende Geschäftsjahr prognostizieren erneut ein sehr gutes Ergebnis. Immer deutlicher wird, dass sich die Spezialisierung der Bank auf das Sozial- und Gesundheitswesen vorteilhaft auswirkt. Das Know-how zu den Finanzierungsstrukturen und den Chancen- und Risikofaktoren sozialer Unternehmen führt zu einer steigenden Nachfrage in allen Geschäftsfeldern.
Die neuen Vorzugsaktien (Stückaktien) verfügen derzeit noch über kein Stimmrecht. Als Ausgleich dafür wird gegenüber den Stammaktien eine Mehrdividende in Höhe von € 0,50 pro Vorzugsaktie gewährt. Die Dividendenberechtigung beginnt mit dem 1. Juni 2003. Die Kursfeststellung erfolgt einmal jährlich durch eine Unternehmensbewertung, die sich ausschließlich an fundamentalen Unternehmensdaten orientiert. Seit der ersten Emission von Vorzugsaktien im Jahr 1998 verzeichnete die Bank für Sozialwirtschaft AG eine Wertentwicklung ihrer Aktie von € 193,- (Erstemissionskurs) auf € 227,- (Emissionskurs 2003). Jährlich wurden bisher Dividenden in Höhe von € 4,10 (bzw. DM 8,-) pro stimmrechtsloser Vorzugsaktie und € 3,60 (bzw. DM 7,-) pro Stammaktie ausgeschüttet. Für das Geschäftsjahr 2002 ist vorbehaltlich der Zustimmung durch die Hauptversammlung am 8. Juli 2003 erneut eine Ausschüttung in dieser Höhe vorgesehen. Zusätzlich ist wegen des 80-jährigen Jubiläums der Bank im Jahr 2003 ein einmaliger Jubiläumsbonus in Höhe von € 0,80 pro Aktie geplant. Die Hauptversammlung wird zudem über die Umwandlung aller Vorzugsaktien in Stammaktien mit Stimmrecht entscheiden.
Das Spektrum der Zeichnungsinteressenten spiegelt die Breite der Organisationen der Sozialwirtschaft wider, die auch die bisherigen Aktionäre repräsentieren: Kleine Sozialeinrichtungen sind ebenso vertreten wie große Verbände. Auch das Interesse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an einer Beteiligung am eigenen Unternehmen war erneut hoch. Damit hat die Bank für Sozialwirtschaft AG ihr Ziel erreicht, entsprechend ihrem Selbstverständnis als Fachbank für das Sozial- und Gesundheitswesen auch die neuen Aktionäre aus dem Dritten Sektor zu gewinnen.
Köln, 2. Juli 2003
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