Aktuelle Nachrichten
Aktuelle Nachrichten der Bank für Sozialwirtschaft
Geschäfts- und Offenlegungsbericht 2012
Der Geschäftsbericht 2012 der Bank für Sozialwirtschaft AG ist soeben erschienen. Darin finden Sie nicht nur alle Informationen zum Jahresabschluss unserer Bank, sondern auch Aussagen zur strategischen Ausrichtung und unsere Einschätzung zur Entwicklung der Sozial- und Gesundheitswirtschaft. Den Offenlegungsbericht 2012 können Sie ab sofort hier downloaden.
90 Jahre Sozialbank
Aus dem Gedanken der Selbsthilfe heraus gründeten die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege am 10. März 1923 in Berlin die „Hilfskasse gemeinnütziger Wohlfahrtseinrichtungen Deutschlands m. b. H.“ – die heutige Bank für Sozialwirtschaft AG. Nach dem 1. Weltkrieg und durch die Inflation der Nachkriegszeit waren die Reserven der Einrichtungen der Wohlfahrtspflege verbraucht; aus der Substanz ließen sich die Fehlbeträge nicht mehr decken; die Pflegesätze konnten mit der Geldentwertung nicht mehr Schritt halten. Frühere Spender waren verarmt – und zugleich stieg die Zahl der sozialen Aufgaben und der Hilfebedürftigen täglich.
Vor diesem Hintergrund schlossen sich die Verbände zusammen und gründeten mit Hilfe des Reichsarbeitsministeriums eine „Kreditanstalt für die gesamten Wohlfahrtseinrichtungen“. Deren Aufgabe war es – und ist es bis heute -, gemeinnützigen Wohlfahrteinrichtungen Darlehen zu gewähren und zu vermitteln, ihre Sparguthaben zu verwalten und sie in finanzieller und wirtschaftlicher Hinsicht zu beraten.
Damit hatte die Freie Wohlfahrtspflege mitten in der Krise 1923 das erste Sozialunternehmen in Deutschland gegründet: Ziel der „Hilfskasse“ war die Lösung einer gesellschaftlichen Fragestellung – d. h. die Finanzierung sozialer Arbeit. Die Bank für Sozialwirtschaft hat ein bis heute geltendes nachhaltiges Geschäftsmodell – und ihre Erträge wurden bis zur AG-Umwandlung im Jahr 1997 entweder in das Wachstum der Bank reinvestiert oder gemeinnützigen Zwecken zugeführt. Bis heute wird der überwiegende Teil des Jahresüberschusses zur Stärkung des Eigenkapitals der Bank in die Rücklagen eingebracht. Und die Dividende fließt zum größten Teil weiterhin in die gemeinnützige Sozialwirtschaft. Denn der größte Teil der Anteile an der BFS gehört nach wie vor den Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege sowie regionalen Wohlfahrtsverbänden und gemeinnützigen Unternehmen.
Ihren Namen „Bank für Sozialwirtschaft“ - und für den Zahlungsverkehr die Kurzbezeichnung „Sozialbank“ – erhielt die BFS im Jahr 1970. Hauptaufgabe der Bank war bis weit in die sechziger Jahre hinein die Ausleihung zweckgebundener Mittel des Bundes. Die Entwicklung der BFS zur Universalbank vollzog sich ebenso allmählich wie der Ausbau ihres Geschäftsstellennetzes. Erst nach dem 2. Weltkrieg wurde 1948 in Köln die erste Niederlassung neben Berlin gegründet. Inzwischen ist die Bank für Sozialwirtschaft AG von bundesweit 16 Standorten aus aktiv. Ihre Bilanzsumme lag am 31.12.2012 bei 7,3 Mrd. EUR. Bis heute ist sie bundesweit das einzige Institut, das sich ausschließlich auf institutionelle Kunden aus der Sozial- und Gesundheitswirtschaft konzentriert.
Die Entwicklung zu mehr Ökonomisierung in gemeinnützigen Unternehmen und Einrichtungen hat die Bank für Sozialwirtschaft eng begleitet - sei es durch spezialisierte Beratungsleistungen und Seminarprogramme oder durch innovative Produktentwicklungen, wie z. B. Instrumente für das Fundraising oder die Auflage der bundesweit ersten für gemeinnützige Unternehmen geeigneten Mezzanine-Fonds. Die Entwicklung zu „mehr Markt“ in der Sozialwirtschaft hat auch für die Bank vielfältige neue Anforderungen mit sich gebracht: So werden Kredite heute nicht nur in einem ganz anderen Umfang benötigt als früher. Auch ist eine wesentlich gründlichere Prüfung erforderlich, um die Risiken sowohl für die Kunden als auch für die Bank möglichst gering zu halten. Denn mehr sozialwirtschaftliche Unternehmen als früher geraten in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Zudem ist die Bank durch aufsichtsrechtliche Rahmenbedingungen heute stärker gefordert, ihre Risiken durch entsprechende Instrumentarien zu steuern.
Die Bank für Sozialwirtschaft AG und ihre Gesellschafter aus der Sozialwirtschaft haben eines gemeinsam: Sie haben in den jetzt 90 Jahren ihres Zusammenwirkens jede Krise überstanden. Das gilt für die schwierigen Zeiten nach den beiden Weltkriegen ebenso wie für die Bankenkrise im Jahr 1931 und die Finanzmarkt- und Staatsschuldenkrise der letzten Jahre. Ihre weiteren Geschäftsperspektiven schätzt die Bank sehr positiv ein.
Köln, 11. März 2013
Bank für Sozialwirtschaft AG: Erfolgreiches Geschäftsjahr 2012
Die Bank für Sozialwirtschaft AG hat im Geschäftsjahr 2012 ihre erfolgreiche Geschäftsentwicklung fortgesetzt. Die vorläufigen Zahlen zum 31.12.2012 zeigen: Die Bilanzsumme konnte um 16 % auf 7,3 Mrd. EUR gesteigert werden. Das Betriebsergebnis liegt mit 82,8 Mio. EUR etwas unter dem Wert des Vorjahres (87,4 Mio. EUR). Der Jahresüberschuss erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 2,8 % auf 55,0 Mio. EUR (31.12.2011: 53,6 Mio. EUR). Im Kundengeschäft lag – wie in den Vorjahren – ein Schwerpunkt auf dem Kundenkreditgeschäft, dessen Volumen um 16 % auf 4.487 Mio. EUR gewachsen ist.
„Angesichts der allgemeinen Entwicklungen an den Finanzmärkten sind wir mit diesem Ergebnis äußerst zufrieden.“ Dieses Fazit zieht Prof. Dr. Dr. Rudolf Hammerschmidt, Vorsitzender des Vorstandes. Detaillierte Informationen dazu finden Sie hier
BFS legt 1 Euro je Spende drauf
Anlässlich des 90-jährigen Jubiläums der Bank für Sozialwirtschaft AG legen wir für jede Spende ab 30 Euro, die über das BFS-Net.Tool über das Internet abgewickelt wird, einen Jubiläums-Bonus von 1 Euro drauf. Die Ausschüttung erfolgt Ende 2013 und ist auf 500.000 Euro begrenzt.
BFS und contec befragen Unternehmen zur Nachfolgeplanung von Führungskräften
Von Anfang November bis Ende Dezember 2012 führen die Bank für Sozialwirtschaft AG und die Personalberatung der contec GmbH (conQuaesso®) eine Online-Umfrage zur Nachfolgeplanung für Führungspositionen in Unternehmen der Sozial- und Gesundheitswirtschaft durch. Bisher gibt es wenig Informationen dazu, inwieweit Unternehmen der Sozial- und Gesundheitswirtschaft eine systematische Nachfolgeplanung für ihre hauptamtlichen Führungskräfte einsetzen. Das möchten die BFS und die contec mit dieser Befragung ändern. Um die Validität der Antworten sicherzustellen, wird die Umfrage von der Fachhochschule Koblenz (RheinAhrCampus Remagen, FB Gesundheits- und Sozialwirtschaft) und dem IEGUS-Institut wissenschaftlich begleitet. Die Online-Befragung ist unter contec.de/Umfrage_Nachfolgeplanung abrufbar und dauert ca. 10 bis 15 Minuten. Die Teilnehmer erhalten die Ergebnisse nach der Auswertung. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
Neu: Allgemeine Geschäftsbedingungen – Sonderbedingungen für den Sparverkehr
Wir arbeiten ständig daran, unseren Service für unsere Kunden noch effektiver zu gestalten.Das bringt auch von Zeit zu Zeit Änderungen an den Allgemeinen Geschäftsbedingungen mit sich.
Insbesondere haben wir unsere „Sonderbedingungen für den Sparverkehr (Loseblatt-Sparurkunden)“ und unsere „Sonderbedingungen für den Sparverkehr“ generalüberholt und in ein einheitliches Bedingungswerk zusammengeführt.
Ab dem 15. Oktober 2012 finden Sie unsere „Sonderbedingungen für den Sparverkehr“ unter folgendem Pfad: www.sozialbank.de/agb/ Sonderbedingungen für den Sparverkehr.
Neu: Konzeptheft „Corporate Compliance“
Zunehmend sieht sich die Sozialwirtschaft mit komplexen rechtlichen Anforderungen konfrontiert. Damit gewinnt auch das Konzept der Corporate Compliance (= regelkonformes Unternehmenshandeln) an Bedeutung. Ziel einer Corporate Compliance ist es, organisationsspezifische Risiken von Rechtsverstößen rechtzeitig zu erkennen und vorausschauend Gegenmaßnahmen zu ergreifen. In dem neuen Konzeptheft „Corporate Compliance“ betrachten Christian Koch, npo consult, und Thomas von Holt, RA und Steuerberater, die Anforderungen an eine Corporate Compliance in Unternehmen der Sozialwirtschaft und geben praktische Hilfestellung für die Einführung. Das Konzeptheft steht hier zum kostenlosen Download zur Verfügung.
8. Kongress der Sozialwirtschaft
Gemeinsam mit dem Nomos-Verlag und der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege veranstalten wir am 13. Und 14. Juni 2013 den 8. Kongress der Sozialwirtschaft.
Detaillierte Informationen dazu finden Sie hier
Neuer BFS-Service: Bestellen Sie Ihre individuellen Zahlscheine jetzt online
Zahlungsverkehrsbelege und Spendenzahlscheine mit individuellem Eindruck können BFS-Kunden jetzt direkt ab einer Auflage von 100 Stück online bestellen. Durch die Zusammenarbeit mit eine Berliner Druckerei wurde der gesamte Bestell- und Abrechnungsprozess automatisiert und über eine gesicherte Internetverbindung realisiert. Hier finden Sie die Details.
Neu: BFS-Pflegereport 2012
"Pflegeheime unter Druck“ – Unter diesem Motto steht der BFS-Marktreport Pflege 2012, den das Research der Bank für Sozialwirtschaft AG erarbeitet hat. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung der Ertragssituation von Pflegeheimen.
Dazu analysiert der BFS-Marktreport Pflege die Einflussfaktoren für die Auslastung, die Kosten der Leistungserbringung und die Preissetzung. Er betrachtet zunächst die Angebotsentwicklung in der stationären Dauerpflege und im Bereich der sich daneben etablierenden Wohn-, Unterstützungs- und Pflegeangebote für Senioren. Anschließend werden vor dem Hintergrund der politischen Versorgungssteuerung und der Entwicklung der Nachfrage die zunehmende Wettbewerbsintensität und ihre Auswirkungen auf das Investitionsrisiko für Pflegeheime beleuchtet.
Die Executive Summary des BFS-Marktreport Pflege 2012 können Sie hier kostenlos abrufen. Der gedruckte Report kann zum Preis von 49,00 EUR (inkl. MwSt. und Versandkosten) unter research@sozialbank.de bestellt werden. Der Versand erfolgt ab dem 02. Juli 2012.

